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Chronik der FF Altruppersdorf

 

1889 - Wurde von einigen wackeren Männern trotz vielseitigen Wiederstandes die Freiwillige Feuerwehr Altruppersdorf gegründet. Die Pioniere waren Lehrer Alois Ludwig, Straßenräumer Sebastian Huber, Viehhirt Paul Rupprich und Johann Nekam, der erster Hauptmann wurde. Ihm folgten Alois Ludwig, Johann List und bis 1928 Josef Huber. Lehrer Karl Scholz baute in der Folge mit ehemaligen Schülern die Wehr gut aus.

1899 - Am 19 November brannte um 4:15 Uhr nachmittags der Düngerhaufen im Hause Nr. 106, des Neumann Johann.

1904 - Am 30. Dezember begann um 10:00 Uhr nachts ein Brand im Haus Nr. 44, Hieblinger Johann. Dieser griff auf Schuppen, Stall und Preßhausüber. Durch günstigen Wind verbreiteten sich die Flammen auf die Presshäuser von Leopold Nekam, Johann Guganeder, Juliane Neumann, Josef Spieß und Adam Leisser. Die Ortsfeuerwehr, die Kameraden von Föllim und Ameis taten ihr Bestes, konnten aber nicht mehr viel retten.

1924 - War für die FF-Altruppersdorf wohl ein sehr bedeutendes. So fand in diesem Jahr am 21.6. der Bezirksfeuerwehrtag statt. Im selben Jahr wird der Feuerwehr, wie einem Gemeinderatsprotokoll zu entnehmen ist, ein Betrag von 3.000.000 K (drei Millionen K) bewilligt.

1925 - Wurden Hydranten gesetzt so dass unsere Feuerwehr wirklich schlagkräftig war.

1929 - Am 7.12. beschließt der Gemeinderat unter Bürgermeister Rudolf Berger die Überbrückung des Ortsbaches beim Spritzenhaus der FF. Dem Sitzungsprotokoll ist zu entnehmen „Wolle man von der Straße am Zeughaus der FF vorbei in das so genannte ´Lehnergassl´ einbiegen, musste man über eine seichte Bachfurt, die im Sommer leicht zu überschreiten war. Das Fuhrwerk hatte es aber immer schwer, da die Steigung im´Lehnergassl´ sehr groß war. Im Winter bildete sich Eis, das vom Wasser immer wieder überspült wurde, neu dazugefror, bis vom Zeughaus zur Straße eine einzige Eisfläche entstand. Auf drängen der Feuerwehr wurden nun Rohre verlegt, der Weg erhöht und die Steigung vermindert.“

Von Bränden wurde unser Ort im letzten Jahrhundert ebenfalls nicht verschont. Erste aufzeichnungen von Brandkatastrophen reichen bis in das Jahr 1836, wo am 26. Oktober im herrschaftlichen Meierhof ein Brand ausbrach, der alles einäscherte.

1930 - Am 13. Mai brannten um 23:10 Uhr die strohgedeckten Presshausdächer von Johann Reiß, Georg Stecher und Johann Leisser.

1933 - Am 14. Juli brannte um 8:30 Uhr früh die Presshäuser von Maria Leisser und Michael Theissner ab. Diese Brände fielen in eine Zeit, wo in Staatz, Enzersdorf und Kautendorf allwöchentlich ein Brand gelegt wurde. Der Täter wurde endlich ausgeforscht und bekam einige Jahre Zuchthaus. Am 8. September brannte das Presshaus von Anton Hieblinger.

Die Feuerbeschau wurde alljährlich durchgeführt und nach der Eingliederung in das Deutsche Reich schreckten vielleicht die schweren Strafen so manchen ab, ein Risiko einzugehen.

Von 1938 bis in die Kriegsjahre hinein leitete Franz Brüger, Wagnermeister, die Feuerwehr. Er verstarb leider mit 43 Jahren am 3.10.1949.

Die Kriegswirren bescherten unserem Dorf wieder einige Brände.

1944 - Am 5. April fiel auch unsere Schule einen Brand zum Opfer, da an eine Brandbekämpfung nicht zu denken war.

1945 - In den Kriegstagen dieses Jahres wurden im Dorf 18 Objekte völlig zerstört.

Nach dem Krieg schritt die Ausbildung und der Wiederaufbau unsere Wehr zügig voran.

1953 - Am 12. Juli die Einweihung des neuen Zeughauses (70.000,-- Schilling) durch Hochw. Propst Waigner aus Staatz. Als Patin fungierte Frau Hedwig Scholz (1.000,-- Schilling) Spende. Bei dieser Feier erfolgte auch die Weihe der Motorspritze wo sich als Patin Frau Theresia Tupi zu verfügung stellte (1.000,-- Schilling) Spende. Verbunden mit diesem Festakt war der Bezirksfeuerwehrtag. Im Rahmen der Veranstaltung fand eine Schauübung, wo mit Wassereimer, Handdruckspritze, Hydrant und der neuen Motorspritze gelöscht wurde, statt.

1955 - Wurde um 22.000,-- Schilling ein Spritzwagen angeschafft.

1957 - Wurde zum Preis von 7.000,-- Schilling (Gemeindeleistung 4.000,-- Schilling und Einwohnerbeitrag 3.000,-- Schilling) eine Sirene installiert. Bei der Weihe konnte als Wagenpatin Frau Emilie Leisser und als Patin für die Sirene Frau Katharina Schuhböck gewonnen werden.

1960 - Eine wesentliche Verstärkung war die im diesen Jahr angekaufte VW Tragkraftspritze (30.000,-- Schilling).

1964 - Eine notwendige Verbesserung zur Hebung der Schlagkraft war die Errichtung eines Löschwasserbrunnens (42.000,-- Schilling).

1967 - Bei der Einweihung des Löschwasserbrunnens standen Frau Rosalia Zechmeister bzw. Frau Gertrude Altmann Pate. Brand einer Scheune und Rettung der 8 Schweine.

1975 - Mit 1.1. wurden die Freiwilligen Feuerwehren zur Körperschaft öffentlichen Rechtes bestellt. Per Gesetz wurde auch die Mindestausrüstung der Wehren festgelegt. Dies bedeutete für Altruppersdorf die Anschaffung eines Kleinlöschfahrzeuges. Das KLF wurde zum Preis von 290.000,-- Schilling angeschafft. Die Bevölkerung leistete dazu einen Beitrag von über 100.000,-- Schilling.

1983 - Brand eines Kellers durch Brandlegung.

1986 - Im Juni erfolgte die Weihe des Fahrzeuges, wo als Patin Frau Theresia Schiller fungierte. Um den finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können, fand im selben Jahr der erste Feuerwehrheuriger statt, der seither zu einer fixen Veranstaltung im Jahresablauf wurde.

1987 - In diesem Jahr erfolgte eine wesentliche Ausweitung bzw. Verbesserung der Ausrüstung. So wurden schwere Atemschutzgeräte, eine neue Sirene und eine Schmutzwasserpumpe finanziert. Letztere musste nach schweren Unwettern in den Monaten Mai, Juni und Juli des öfteren eingesetzt werden.

1988 - Am 19. Juni fanden die Weihe der Fahne statt, die Herr Dir. Rudorfer der Wehr spendete. Als Patin stellte sich Frau Elisabeth Schreiber zur Verfügung. Herr Dir. Stefan Rudorfer wurde mit der Florianiplakette ausgezeichnet und von der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied ernannt.

1989 - In diesem Jahre hatten wir unser 100-Jähriges Bestehen und im Zuge dessen fanden die Bezirksfeuerwehrleistungsbewerbe und Bezirksfeuerwehrtag bei uns statt (24. - 25. Juni). Im gleichen Jahr wurden die Analogfunkgeräte angeschafft. (1 Fahrzeugfunkgerät und 2 Handfunkgeräte.)

1990 - Brand eines Holzschuppen und Sicherung der Wohnhäuser der Nachbarn.

1991 - Ankauf eines VW Bus, der im Eigenbau als Mannschaftstransporter umgebaut wurde.

1992 - Die alten Holzfenster, die noch nie zuvor erneuert worden sind, wurden mit PVC Fenster ersetzt. Im diesen Zuge erneuerten wir auch die Fassade. Gleichzeitig wurde eine neue Dachsirene von der Fa. Gotsch montiert und das Dach neu überstiegen. Dieses Bauvorhaben wurde zur Gänze von der Gemeinde bezahlt.

1994 - Beginn des Zubaus beim Gerätehaus. Da unser Gerätehaus aus allen Nähten platzte, beschlossen wir, dass etwas gemacht werden müsse. Es wurde ein großer Umkleideraum mit Besprechungsplatz, Waschraum, 2 WCs, Küche und Abstellraum gebaut.

1995 - Beim Tag der offenen Tür konnten wir der Bevölkerung den fast fertigen Zubau zeigen, es fehlten nur einige Teile der Einrichtung.

1997 - Der Zubau konnte in diesem Jahr endgültig fertiggestellt werden. Es wurde auch eine neue Tragkraftspritze (TS 12FOX2) gekauft. Der Vollbrand eines Strohschobers (90 Rundballen) konnte gelöscht werden.

1998 - Ankauf einer neuen Tragkraftspritze. Anschaffungskosten 160.000.- Schilling. Zu Floriani, im Rahmen des "Tag der offenen Tür" wurde die Tragkraftpritze eingeweiht. Die Patenschaft übernahm Christine Leitner.

1999 - Durch den Ankauf eines Kombischaumrohres mit Zubehör und eines ND-Strahlrohres konnten wir unsere Ausrüstung erweitern. Dies wurde durch die finanzielle Unterstützung seitens der Gemeinde ermöglicht.

2002 - Hochwassereinsatz in Waltersdorf am Kamp.

2004 - Im Gerätehaus wurde der Boden aufgestemmt, ausgebaggert und anschließend der Kanal und der Wasserleitungsschacht erneuert, der Boden betoniert und verputzt. Hierfür waren 180 Arbeitsstunden, 5 Baggerstunden und 6 Traktorstunden notwendig. Im Anschluss montierte die Firma Rieder aus Kottingneusiedl zwei neue Tore.

2005 - Ein neues Fahrzeugfunkgerät für das Mannschaftstransportfahrzeug und Atemschutzgeräte wurden gekauft.

2006 - Es wurden Jacken, Hosen und Helme für den Einsatz neu angeschafft.

2007 - Die Fahrzeughalle wurde neu ausgemalt und die Tore mussten für das neu bestellte KLF umgedreht werden.

2008 - Das neue Kleinlöschfahrzeug der Firma Lohr wurde gekauft. Kosten 85.000€, Eigenleistung ca. 25.000 €, Rest Gemeinde und Land. Bei der Florianifeier wurde das neue KLF eingeweiht. Die Patenschaft übernahm Hieblinger Walpurga und aus diesem Grund wurde das Fahrzeug "Burgi" getauft.

2009 - In diesem Jahr wurde die Außenfassade erneuert und das Dach überstiegen und neu eingedeckt.

 

Unsere Kommandanten seit 1889:

1889 Johann NEKAM

Alois LUDWIG

Josef LIST

Josef HUBER

Karl SCHOLZ

Franz BRÜGER

Josef BINDER

Jakob BRÜGER

Alfred GROHER sen.

1986 Josef BRÜGER

2006 Alfred GROHER jun.

 

Momentaner Mannschaftstand:

55 Aktive

25 Reserve

80 Gesamt



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21.02
• Kegeln Senioren
22.02
• Feuerwehrübung
23.02
• Sammelzentrum
25.02
• Restmüll
26.02
• Biotonne

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Quelle: FF Krems

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